WordPress = Baukasten... Das stimmt so nicht!
Es vergeht kaum ein Monat, ohne dass jemand WordPress in die „Baukasten“-Ecke stellt. Gern im selben Atemzug mit Jimdo oder Wix. Dann wird darüber gesprochen, wie sich professionelle Webseiten wirklich bauen lassen, am besten gleich mit einem „richtigen“ CMS. Natürlich komplett von Null auf programmiert. Am besten wird dann noch für jeden Kunden das Rad neu erfunden.
Eins vorweg: Wir können es nicht mehr hören…
Denn wer so argumentiert, hat in der Regel entweder nie wirklich mit WordPress gearbeitet oder (noch schlimmer) nie wirklich mit Kunden. Denn bei all dem Tech-Geschnacke wird oft eine Sache vergessen: Was brauchen die Leute am Ende wirklich?
Was ist denn nun ein Baukasten?
Wenn man es sich genau anschaut, dann sind Jimdo, Wix und ähnliche Systeme echte Baukästen und das ist auch okay so. Sie sind schnell, günstig und einfach gestrickt. Ideal für eine kleine Seite ohne große Ansprüche.
Aber was ist nun mit WordPress?
Mit Elementor (oder jedem anderen Page Builder) starte ich auf einer weißen Leinwand. Hier zählt Kreativität, Konzept und Know-how. Das ist kein Baukasten, sondern ein Framework. Vor allem eines, das man auch Kunden zumuten kann.
WordPress ist keine Massenware – es sei denn, man will es so...
Ja, man kann mit WordPress austauschbare Seiten bauen. Genau wie man mit einem Bleistift ein Strichmännchen malen oder ein Kunstwerk erschaffen kann.
Es liegt nicht am Werkzeug, sondern an dem Menschen, der es benutzt, was am Ende rauskommt.
Professionell eingesetzt ist WordPress ein extrem flexibles System, das genau auf den Kunden zugeschnitten werden kann: Design, Funktionen, Inhalte, alles.
Wer einfach nur ein Template nimmt und ein paar Farben anpasst, hat halt keine individuelle Website gebaut.
Aber das ist kein WordPress-Problem, sondern ein Qualitätsproblem!
Die große Plugin-Panik
Noch so ein Klassiker: „WordPress hat zu viele Plugins!“
Ja, es gibt viele. Ja, nicht alle sind gut.
Aber Newsflash: Auch bei anderen CMS gibt es Module, Erweiterungen, Add-ons, you name it. In jedem System muss man abwägen: Was braucht es? Was ist vertrauenswürdig? Was muss man selbst bauen? Ist doch nun nichts neues und macht doch bei anderem genau so.
Ein gutes System hält den Core schlank und lässt sich flexibel erweitern. Genau das macht WordPress – wenn man es richtig macht.
Achso, wer denkt denn an den Kunden?
Ein Punkt, der in der Fachdebatte oft komplett untergeht: Selbstverwaltung.
Kunden und Kundinnen wollen ihre Website selbst pflegen. Mal was ändern, ein Bild austauschen oder einen Text anpassen, ohne stundenlange Schulung oder jedes Mal die Agentur anrufen zu müssen.
Mit WordPress ist das möglich – sauber aufgesetzt, verständlich erklärt, fertig.
Bei Typo3 oder Drupal sieht das meist anders aus. Super Systeme mit Millionen von Funktionen, keine Frage – Aber wenn der Kunde und die Kundin keine IT-Affinität mitbringt, wird’s sportlich… um es noch milde auszudrücken.
Übrigens: Warum Jimdo, Wix & Co. bei SEO eine äußerst schlechte Idee sind...
- Ladezeiten lassen sich kaum optimieren
- saubere URL-Strukturen sind oft nur begrenzt möglich
- individuelle Meta-Daten oder strukturierte Daten (Schema.org) sind nur eingeschränkt editierbar
- der Quellcode bleibt meist hinter den Standards zurück, die Google heute erwartet.
Eine individuell konfigurierte WordPress-Webseite mit einem flexiblen Page-Builder wie Elementor bietet hier deutlich mehr Kontrolle, Performance und Erweiterbarkeit – wichtige Faktoren, um bei Google langfristig sichtbar und erfolgreich zu sein.
Fassen wir mal zusammen: Es geht nicht ums System – sondern darum, wie man damit arbeitet
Wir haben echt nichts gegen andere CMS – im Gegenteil. Wer Typo3 liebt, Joomla noch in der Trickkiste hat oder Drupal mag: Gerne nutzen!
Aber WordPress als „Baukasten“ abzustempeln, nur weil es jemand schlecht eingesetzt hat, ist einfach kein Argument.
Wer sauber konzipiert, gut umsetzt und die Bedürfnisse der Kunden und Kundinnen ernst nimmt, wird mit WordPress eine individuelle, leistungsstarke Website bauen, ohne Schnickschnack, sondern mit Plan.
Und nie diejenigen vergessen, die damit arbeiten müssen. Die Kundinnen und Kunden brauchen ein gut bedienbares System und das ist WordPress einfach – mit Abstand!
(Wir stehen in keinem kommerziellen Verhältnis mit WordPress, Elementor oder den anderen genannten CMS und bekommen nichts für diese Werbung und sprechen ausschließlich aus eigener Erfahrung.)